Brennessel

Mehr als Hasenfutter

Das Unkraut im Garten oder das wild wuchernde Zeug am Wegesrand kann weitaus mehr, als ihm die meisten von uns zutrauen. Mehr über Löwenzahn und Konsorten.

Löwenzahn

Löwenzahn. Quelle: snowturtle/Shutterstock.com

Der Löwenzahn wächst so gut wie überall in unseren Breiten. Du findest ihn unter anderem in ganz Europa, vom Orient bis in die Arktis und in Nord- und Südamerika. Schon im 10. Jahrhundert wird er erwähnt und bis heute sind Experten fasziniert von dem, was er alles kann. Klassisch kannst du seine Blätter frisch als Salat oder Spinat essen oder getrocknet als Tee zubereiten. Der hilft besonders bei Harnwegsinfekten. Die Wurzel wurde früher getrocknet und war lange Zeit als Kaffeeersatz sehr beliebt und wird auch heute noch getrocknet in der Industrie als Aromastoff verwendet. Aufgrund ihres hohen Gehalts an Insulin ist die Löwenzahnwurzel auch ein Geheimtipp für Diabetiker.

Spitzwegerich

Spitzwegerich. Quelle: Rosel Eckstein/pixelio.de

Spitzwegerich, Breitwegerich und die anderen Wegericharten standen schon in der Antike in hohem Kurs. Doch auch die Germanen haben ihn für sich entdeckt und aufgrund mangelnder Skorpionbisse andere Anwendungsgebiete erforscht. Die frischen oder getrockneten oberirdischen Teile werden innerlich aufgrund ihrer schleimlösenden und antiseptischen Wirkung gegen Husten und Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut angewendet. Äußerlich hilft eine Tinktur gegen Entzündungen, Akne und unreine Haut.

Brennessel

Brennessel. Quelle: Survival-Rabe

Die Brennessel ist ebenfalls ein wahres Wunderkraut. Sie wirkt harntreibend und ist deshalb bei aufkommenden Harnwegsinfekten empfehlenswert.

Die Brennessel Verwendung sieht aber noch eine andere Möglichkeit vor: Weil sie einfach gut schmeckt, kann man sie als Spinat

Nun gibt es aber noch so eine Sache bei der Brennessel, und zwar ihre Stacheln. Die meisten Stacheln sind an der Oberseite der Blätter und nach oben gerichtet am Stamm zu finden. Am besten erntet man sie daher immer von unten nach oben. Doch die Stacheln und das enthaltene Gift sind auch ein Segen für Arthrose-, Arthritis- und Rheumageplagte. Die können sich die Pflanze nämlich auf die betroffenen Stellen schlagen und dadurch wird die Durchblutung in diesem Körperbereich angeregt. Die Brennessel Wirkung erstreckt sich außerdem auf die allgemeine Stärkung der Abwehrkräfte, sinkenden Blutdruck und sogar auf eine gesteigerte Potenz…

Zu guter Letzt kann man aus Brennesseln enorm viele Gegenstände basteln. Aus den Wurzeln lassen sich hervorragend Schnüre flechten, aus den Blättern machen wir Papier.

Wenn du das einmal ausprobieren möchtest, kannst du das gerne hier oder hier.

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